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Geschichte der
Turn- und Spielvereinigung Drevenack 1968 e.V.
Von Wilhelm Brücker (1. Vorsitzender der TuS Drevenack von 1976 bis 1983)
Es begann ernst zu werden, als im Jahre 1968 in Drevenack, Damm und Krudenburg Flugblätter verteilt wurden. Sie hatten folgenden Wortlaut:
An alle Einwohner von Damm, Drevenack und Krudenburg
Macht mit im Sportverein!
Am Mittwoch, dem 12. Juni 1968 findet im Saale
Block (im Halben Mond) in Drevenack eine
Gründungsversammlung
statt. Beginn 19.30 Uhr.
Vorgesehen sind zunächst folgende Sportarten:
Fußball
Leichtathletik
Frauen-Gymnastik
Tennis
Alle Sportbegeisterten werden hierzu herzlich eingeladen.
Und dieser Aufruf hatte Erfolg. Etwa 130 Personen, darunter auch die damals amtierenden Bürgermeister Fritz Ruloff (Drevenack) und Rudolf Glowna (Krudenburg) trafen sich im Lokal “Zum halben Mond” um einen Sportverein zu gründen.
Sie wurden nicht abgeschreckt durch die bereits erlebten sportlichen Pleiten in Drevenack. So überlebte im Jahre 1951 ein Fußballverein nicht einmal zwölf Monate.
1963 scheiterte dieser Versuch einer Sportvereinsgründung auf einer Versammlung, bei der sich keiner der Anwesenden bereit erklärte, den notwendigen Vorsitz zu übernehmen.
Zur Vorbereitung dieser Versammlung am 12. Juni 1968 hatte sich bereits ein kleiner Kreis getroffen, der in der Gründungsversammlung bereits einen Satzungsentwurf präsentieren konnte.
Es waren 92 Sportfreunde, die sich an diesem Abend spontan für eine Mitgliedschaft in der TuS Drevenack entschieden. Es konnten auch alle Vorstandsposten besetzt werden.
Der erste Vorstand dieses Vereins setzte sich aus folgenden Personen zusammen:
Alfred Wilhelm Scholten - 1. Vorsitzender
Heinrich Schmellenkamp - 2. Vorsitzender
Josef Schöle - Geschäftsführer
Johann Korthauer - 1. Kassenwart
Wilhelm Scholten Sen - 2. Kassenwart
Adrian Brandenburg - Tennisobmann
Wilhelm Brücker - Schriftführer
Der Turnbetrieb wurde aufgenommen in der Halle in Damm. Die ersten Fußballspiele fanden auf dem alten Sportplatz an der Marienthaler Straße statt.
Am 1. Juli 1968 stellte der TuS-Vorstand beim Amtsgericht in Wesel den Antrag auf Eintragung in das Vereinsregister. Diesem Schreiben war unter anderem die von der Gründungsversammlung beschlossene 1. Satzung der Turn- und Spielvereinigung Drevenack als Anlage beigefügt.
Schon 2 Monate später, am 17. September 1968 wurde der offizielle Eintrag unter der Registernummer “0290“ dem 1. Vorsitzenden zugestellt.
Um die einzelnen Sportarten ausüben und wettkampfmäßig betreiben zu können, mussten noch die entsprechenden Aufnahmeanträge an die jeweiligen Dachverbände (Leichtathletik-Verband Niederrhein, Rheinischer Turnerbund, Westdeutscher Tischtennisverband, Fußballverband Niederrhein) gestellt werden.
Hierbei wurden erste Erfahrungen mit den Sporthierarchien gesammelt, da sich das jeweilige Aufnahmeverfahren der einzelnen Verbände auf die unterschiedlichste Art und Weise gestaltete.
Dem einen Verband genügte der Nachweis, dass eine geeignete Sportanlage vorhanden war, der andere veröffentlichte den Antrag in seiner amtlichen Mitteilung und wartete einen bestimmten Zeitraum ab, ob gegebenenfalls Einsprüche gegen diesen Antrag der TuS Drevenack erhoben würden.
Bis zum Ende des Jahres 1968 war der Verein letztlich bei allen Verbänden aufgenommen.
Ein Sportverein ist rechtlich gesehen eine juristische Person, die verpflichtet ist, seiner Sorgfaltspflicht nachzukommen. Keinem Sportler oder Betreuer darf ein Schaden entstehen, wenn er im Namen der Turn- und Spielvereinigung Drevenack seine Aufgaben erfüllt. Auch dem Zuschauer, der eine Veranstaltung des Vereines besucht, darf Ähnliches nicht widerfahren. Aus diesem Grunde wurden die entsprechenden Unfall- und Haftpflichtversicherungen abgeschlossen.
Nun waren alle Formalitäten erfüllt und der offizielle Spielbetrieb konnte aufgenommen werden.
In den folgenden Jahren wurde noch weitere Anträge bei den unterschiedlichsten Verbänden gestellt, da sich das Sportangebot in Drevenack von Jahr zu Jahr erweiterte.
Zunächst konzentrierte man sich auf die Sportarten:
- gymnastisches Frauenturnen
- Tischtennis
- Fußball
Die Voraussetzungen dazu waren jedoch nicht optimal, denn als Sportstätte bot sich zunächst nur die 5 Kilometer entfernte Kleinstturnhalle an der Dammer Schule an. Außerdem stand lediglich der Sportplatz an der Marienthaler Straße zur Verfügung, wobei Umkleideräume in der alten Drevenacker Schule genutzt wurden. Doch in allen Beteiligten keimte schnell die Hoffnung auf, dass bald eine eigene Sporthalle zur Verfügung stehen könnte.
Trotz dieser widrigen Umstände machte die TuS Drevenack schon im ersten Jahr ihres Bestehens von sich reden. Als “Neuling“, “Überraschungsmannschaft“, “Mannschaft der Stunde“ und als “Tischtennisküken“ in den zahlreichen Presseberichten bezeichnet, konnte die TuS Drevenack schon zum Ablauf des ersten Jahres des Bestehens einen großartigen Erfolg feiern. Auf Anhieb schafften die Tischtennis-Damen als Neuling in der 1. Kreisklasse die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse. Auch in dieser Spielklasse machten die Damen durch ihre sportlichen Leistungen auf sich aufmerksam.
Die Fußballjugend nahm an den Meisterschaftsspielen mit Beginn der Saison 1968/1969 teil. Für die Meisterschaftsrunde 1969/1970 wurde erstmals eine Fußball-Senioren-Mannschaft gemeldet.
Mit über 70 Aktiven stellte der Bereich “Turnen“ im Jahre 1970 das größte Mitgliederpotential in der TuS Drevenack. Dieses war ausbaufähig, jedoch scheiterte die Gründung einer Kleinkinder-Turngruppe an den langen Anfahrtswegen zur Dammer Turnhalle.
Das Jahr 1970 sorgte aber noch für andere Schlagzeilen: Am 6. März 1970 wurde die Tennis-Abteilung gegründet. Auf Anhieb traten ihr 60 Personen bei. So wurde auch gleich am 31. März 1970 der Antrag auf Aufnahme in den Tennisverband Niederrhein gestellt.
Der 1. Vorsitzende Alfred-Wilhelm Scholten starb 1970. Er hatte sich mit viel Geschick und Idealismus um den Aufbau der TuS bemüht. Aus Sicht des Vorstandes hatte er sich ein großes Ziel gesetzt: Er wollte die Mitgliederzahl von 400 erreichen. Das schien bei der Gründung unerreichbar. Doch bereits Ende 1970 war dieses Ziel mit 432 TuS-Mitgliedern bereits überschritten. Alfred-Wilhelm Scholten, Lehrer von Beruf, durfte dieses nicht mehr erleben. Er starb viel zu früh.
Jürgen Philippi wurde 1971 Nachfolger von Alfred-Wilhelm Scholten als 1. Vorsitzender.
Im gleichen Jahr, nur drei Jahre nach der TuS-Gründung, wurde die neue Sportanlage am Buschweg fertiggestellt und am 12. Juni 1971 eingeweiht. Mit feierlichem Zeremoniell wurde in Anwesenheit von über 1.000 Zuschauern die Sportanlage eingeweiht. Auch der Dauerregen hielt die Ehrengäste nicht von einem Besuch ab. So konnten u. a. Oberkreisdirektor Bolo Mayweg, Dr. Georg Venhoeven, Vorsitzender des Leichtathletikkreises Rees/Bocholt und der Fußball-Kreisvorsitzende Rudi Lodewick begrüßt werden. Bürgermeister Fritz Ruloff übergab dann die Anlage an die Sportler. Liedvorträge des Männergesangverein “Harmonie Drevenack“ und des MGV “Einigkeit“ Damm umrahmten diese Feierstunde. Anschließend zeigten TuS-Sportler noch Proben ihres Könnens.
Die damalige Gemeinde Drevenack, die Amtsverwaltung Schermbeck, der Kreis Rees und das Land Nordrhein-Westfalen sorgten mit der Erstellung der herrlichen Anlage für die endgültige Etablierung der TuS in Drevenack. Der Verein zählte in diesem Jahr schon 444 Mitglieder. Diese Anlage entstammte einem Bebauungsplan der Gemeinde Drevenack, der die Errichtung eines Sportgeländes am heutigen Buschweg vorsah. Dieser Ursprungsplan war in 3 Abschnitte gegliedert:
- Bauabschnitt: Schießsportanlage mit 6 Ständen, Aufenthalts- und Nebenräumen
- Bauabschnitt: Sportplatz mit Rasenfeld, vier 400-Meter-Laufbahnen,alle Einrichtungen für Werfer, Springer, Läufer und Rasensportler
- Bauabschnitt: 3 Tennisplätze.
Die Errichtung der Schießanlage war in den Gründungstagen der TuS schon voll im Gange, so dass man davon ausgehen konnte, dass nach der Fertigstellung und der Einweihung auch mit dem Bau des Sportplatzes und den Laufbahnen begonnen werden konnte. So wurde am 24. August 1969 ein entsprechender Antrag der TuS Drevenack an den Gemeinderat der Gemeinde Drevenack gestellt. Hierin beantragte man die Überlassung eines geeigneten Geländes (Flur 16, Parzelle 17, östlicher Zipfel) in der Größe von ca. 45m x 45m zum Bau zweier Tennispätze.
Im Jahre 1972 wurde der bekannte Fußballtrainer Helmut Zaksek eingestellt. Mit ihm kam ein unvergesslicher Schwung in die Fußballabteilung. Im Jahre 1972 wurden die ersten beiden vereinseigenen Tennisplätze für den Spielbetrieb freigegeben.
Einen ersten besonderen Höhepunkt erlebte die Fußballabteilung im Jahre 1973. Die 1. Mannschaft wurde Kreispokalsieger. 1974 wurde die A/B-Fußballjugend der TuS Drevenack Sieger der Gruppe Wesel. Jedoch war man im Fußballkreis 11 (Rees/Bocholt) bald als ewiger Zweiter bekannt. Zum Aufstieg in die nächsthöhere Klasse fehlte in 4 aufeinander folgenden Jahren immer wieder 1 Punkt oder das entscheidende Tor.
Durch die herrliche Sportanlage bedingt, blieben auch die Leistungen der Leichtathleten nicht aus. Sie hatten nun die Möglichkeiten, die für einen sportlichen Erfolg unbedingt nötig waren. Aufmerksamkeit wurde erstmals dadurch erregt, dass die Leichtathleten bei ihrem ersten Auftritt auf dem Gemeindesportfest in Hünxe (1975, nach der kommunalen Neuordnung) großartige Erfolge erzielten. Die Turnhalle an der Grundschule wurde fertiggestellt und stand damit auch der TuS-Sportfamilie zur Verfügung. Dieses gab einen besonderen Aufschwung für die Abteilung TLT, da sich das Angebot an Sportmöglichkeiten von Jahr zu Jahr veränderte und erweiterte.
Über die Jahre hinweg machten einzelne Sportler, sei es bei Vereins-, Gemeinde-, Westdeutschen- oder Deutschen Meisterschaften immer wieder von sich reden.
Im Jahre 1976 wurde Wilhelm Brücker neuer 1. Vorsitzender. Der dritte Tennisplatz konnte in Betrieb genommen werden und die Tennis-Medenmannschaft stieg in die E-Klasse auf.
Die Fußballer verpassten im Jahre 1977 zum 4. Male den Aufstieg in die 1. Kreisklasse (heute Kreisliga A). Sportlichen Erfolg hatten in diesem Jahr auch die Spieler der Tennis-Medenmannschaft. Sie stiegen wieder auf, von der E- in die D-Klasse.
Pünktlich zum 10-jährigen Bestehen erreichten die Fußballer der 1. Mannschaft 1978 dann doch den Aufstieg in die 1. Kreisklasse. Schon im ersten Jahr belegte man einen guten Mittelfeldplatz und zeigte damit die Ambitionen für einen weiteren Aufstieg. Am 18. Mai 1980 war die Entscheidung: Der Aufstieg in die Bezirksklasse war nach einer spannenden Saison perfekt. Leider war der Triumpf nur von kurzer Dauer. Der Klassenerhalt wurde nicht geschafft. Vielmehr wurde die Mannschaft durchgereicht bis in die damalige 2. Kreisklasse (heute Kreisliga B).
Aber 1978 kam auch endlich die Genehmigung des Landes zum Bau der langersehnten Flutlichtanlage auf dem Neben-/Ausweichsportplatz.
Auch die Fußball-Damen schrieben in Drevenack Vereinsgeschichte. Eine Damen-Mannschaft wurde 1978 gegründet. Sie schafften später (1991) sogar den Aufstieg in die Landesliga (2 Klassen unterhalb der Damen-Bundesliga).
Die TuS Drevenack hatte im Jahre 1978 fast 800 Mitglieder.
Das 10-jährige Bestehen wurde mit einer grandiosen Sportwerbewoche gefeiert. Vom 19.08.78 bis zum 27.08.78 war “etwas los in Drevenack“. Neben dem Gemeindesportfest, einer Jugend-Disco, einem Gottesdienst gab es auch prominenten Besuch. Eine Mannschaft des Westdeutschen Rundfunks (WDR), an der Spitze mit ihrem Spielführer Max Schautzer, spielte gegen örtliche Prominenz. Zu diesem Spiel brachten Fallschirmspringer aus Düsseldorf den Ball aus 800 Metern Höhe auf den Anstosspunkt.
Ferner gab es Wettkämpfe im Turnen, Damenfußball, Tischtennis, Fußball, Volleyball. Eine Kreisauswahl der A-Jugend-Fußballer traf auf die A-Jugendlichen des FC Schalke 04 und im Festzelt gab es einen Sportlerball mit großer Tombola. Ein Festkommers, ein Fußballturnier, ein Kindernachmittag und ein großes Heimatfest im Festzelt unter Mitwirkung aller Drevenacker Vereine rundeten das Programm ab. Während der Festwoche fanden auf den Tennisplätzen in Hünxe, Bruckhausen und Drevenack die Gemeindemeisterschaften statt, wobei die Endspiele in Drevenack durchgeführt wurden.
Mit Unterstützung der Volksbank fand der damalige Fußball-Nationaltorwart Sepp Maier den Weg nach Drevenack. Bei kurzweiliger Jazz-Musik warteten nahezu 1000 Menschen vor der Volksbank auf den Bayern-Torhüter, der an diesem Samstag Nachmittag noch ein Bundesliga-Spiel “Auf Schalke“ bestritt.
Am 13. 07. 1981 lud der 1. Vorsitzende Wilhelm Brücker Vertreter aus Politik und Verwaltung der Gemeinde Hünxe ein, um ihnen die Situation und die Problematik der Turn- und Spielvereinigung Drevenack darzulegen. Er machte zunächst deutlich, welche Sportstätten zu der Zeit zur Verfügung standen:
- 1 Sportplatz mit den entsprechenden Leichtathletikanlagen
- 1 Trainingsplatz mit Flutlichtanlage
- 5 Tennisplätze
- 1 Flutlichtanlage für 2 Tennisplätze
- 1 Umkleidemöglichkeit auf der Tennisanlage, wobei die Erweiterung der sanitären Anlagen unbedingt erforderlich waren
- 1 Turnhalle der Grundschule.
Im Wesentlichen ging es bei seinen weiteren Ausführungen darum, dass die TuS nicht mehr der gesamten Bevölkerung von Drevenack und Krudenburg die Möglichkeit zur sportlichen Betätigung bieten könne, wozu man sich in der Satzung von 1968 verpflichtet habe.
Um diesen und zukünftigen Problemen entgegen zu wirken, stellt Wilhelm Brücker folgende Lösungsmöglichkeiten zur Diskussion:
- Bereitstgellen von Hallenstunden in den anderen Ortsteilen der Gemeinde
- Nutzung von Räumen in der alten Schule
- Bau eines Vereinsheimes mit zum Sport geeigneten Räumen, wodurch die Erweiterung des Tennishauses überflüssig würde
- Errichtung einer zweiten Turnhalle.
In der Diskussion wurde jeder einzelne Vorschlag eingehend und heftig debattiert. Alle Beteiligten sahen sehr bald ein, dass die Errichtung einer zweiten Turnhalle erforderlich sei. Dieses Vorhaben scheiterte aber an der finanziellen Lage. Die TuS müsse sich noch einige Jahre gedulden, so der Tenor.
Einen wahren Boom erlebte das Mannschaftsspiel “Volleyball“ auch in unserem Verein. Leider musste der offizielle Spielbetrieb nach kurzer Zeit (1983) wieder eingestellt werden, da durch Mangel an Hallenstunden keine Trainingsmöglichkeiten bestanden.
Aus beruflichen und privaten Gründen trat Wilhelm Brücker 1983 vom Amt des 1. Vorsitzenden zurück. Helmut Dickmann wurde sein Nachfolger.
Im Jahre 1985 gab es erstmals den “Internationalen Volkslauf mit Wandern zum Weltspartag“ in Drevenack. An dieser Veranstaltung, die jährlich zum Weltspartag durchgeführt wurde, nahmen so prominente Läufer wie Brigitte Kraus (Köln) oder der 800-Meter-Weltmeister Willi Wühlbeck teil. Auch diese Veranstaltung, an der stets ca. 800 Starter zu verzeichnen waren, machte die TuS Drevenack über die Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus bekannt.
Die Tennissportler konnten sich am 6. Januar 1987 über die erteilte Baugenehmigung zur Neuerrichtung eines Clubhauses freuen. Schon im Dezember 1987 wurde das Richtfest gefeiert. Pfingstmontag 1988 fand dann die Einweihung statt.
Auch das 20-jährige Bestehen wurde von den Mitgliedern der TuS Drevenack ausgiebig gefeiert. Unvergessen bleibt dabei das hohe Wellen schlagende Fußballspiel einer Niederrhein Auswahl am Ostersonntag 1988 gegen den Fußball-Weltmeister Argentinien auf der Platzanlage in Drevenack. Immerhin fanden etwa 3.500 Zuschauer den Weg auf diese herrliche Platzanlage. Vor und nach dem Spiel gab es einen in Drevenack noch nie da gewesenen Presserummel. Nicht nur die Bild am Sonntag, die Welt am Sonntag oder die HÖR ZU berichteten vor und nach diesem Spiel von dem Ereignis. Ein Fernsehteam des Westdeutschen Rundfunks war 1 Woche in Drevenack und versuchte zu dokumentieren, was es für ein Dorf bedeutet und welche Auswirkungen es hat, wenn es plötzlich heisst: “Der Fußball-Weltmeister kommt nach Drevenack“.
Um genügend Jugendliche für den Fußball zu begeistern und schlagkräftige Mannschaften mit genügend Spielern zu erhalten, ging die TuS Drevenack im Jahre 1992 eine Spielgemeinschaft mit dem STV Hünxe ein.
Die Bemühungen, Drevenack zu einem Sportzentrum für Leistungs-, Mannschafts-, Wettkampf- und Breitensport zu machen, gehen weiter. So wurde im Jahre 1992 dem Gemeindedirektor ein Sportstättenkonzept vorgelegt, das bisher bei allen Gremien der Gemeinde, ob in Politik oder Verwaltung, Zustimmung gefunden hat. Die Schwerpunkte diese Konzeptes sind:
- - Erweiterung der Turnhalle durch zwei Anbauten
- - Gymnastikhalle
- - Kraftraum
- - Erweiterung des Ausweichplatzes durch Kleinspielfelder
- - Sport- und Naturlehrpfad im Wald am Fasanenweg
- - Stadiongebäude auf dem Hauptplatz.
Anhand der vorgelegten Pläne und Zeichnungen hat die Gemeinde Hünxe bereits die ersten Schritte zur Verwirklichung hinsichtlich der Erweiterung der Turnhalle eingeleitet.
1993 gab es wieder etwas zu feiern. Die TuS Drevenack wurde 25 Jahre alt. Der Veranstaltungskalender zu diesem Jubiläum umfasste ein riesiges Programm und fand bei allen Beteiligten großen Anklang.
Zum Start der Meden-Saison 1993 konnte der mittlerweile 6. Tennisplatz für den Spielbetrieb freigegeben werden.
Zu einer ständigen Einrichtung und zum sportlichen Höhepunkt wurde das “Ford-Schulz-Pokal“-Turnier, dass jährlich von der Tennisabteilung veranstaltet wird.
Seinen 30. Geburtstag feierte die TuS Drevenack vom 06.06.98 bis zum 14.06.98 mit einer Festwoche. Im Rahmen dieser Sport- und Festwoche fand auch die 7. Drevenacker Marathonwanderung durch die Hohe Mark statt. Ferner gab bei den Tennisdamen “40“ die Entscheidung um den Gruppensieg und Aufstieg. Die “Running-Kids-Laufgruppe“ führte verschiedene Wettbewerbe im Stadion durch und mit einem TLT-Abend im Stadion-Biergarten wurde die Festwoche eröffnet. Natürlich gab es auch wieder Fußball-Jugend-Turniere. Das Fitness-Programm bestand im wesentlichen aus Aerobic, Rückenschulung und Body-Moving. In Zusammenarbeit mit der Evangelischen Kirchengemeinde und deren Jugendleiter Dieter Bückmann wurde ein Kinderfest mit vielen Attraktionen im Stadion durchgeführt.
Ein Höhepunkt war die Drevenack Sportnacht, die von “8 bis 8“ veranstaltet wurde. Ab 20.00 Uhr gab es Sport und Geselligkeit mit einem Tennis-Nachtturnier für Alle (Drevenack Open), eine 7 km lange Nachtwanderung, die Marathon-Pasta-Pizza-Party der Leichtathleten und Triathleten, der Fußball-Stammtisch im Biergarten und das Winzerfest der Turnerinnen. Zum Abschluß gab es um 8 Uhr morgens das Frühstück in der Blockhütte am Marathon-Tor.
Die 1. Fußballmannschaft hatte eine Begegnung mit der 1. Mannschaft des VfB Lohberg vereinbart. Mit der Veranstaltung “Die schwarz/weisse Nacht“ wurde den “Offiziellen“ die Gelegenheit gegeben, die Sportanlagen der TuS Drevenack zu besichtigen. Die Drevenacker Skiffel-Group “Ali and the Gators“ unterhielt die Gäste im Stadion-Biergarten.
Die Alt-Herren-Fußballer traten gegen die Traditionsmannschaft der TuS an, wobei sich, was auch sonst, eine Oldie-Night anschloss. Die C-Junioren, Aufsteiger in die C-Junioren-Bestengruppe 97/98 begrüßte zu einem sportlichen Vergleich die C-Jugendmannschaft des FC Schalke 04. Ein Frühschoppen mit Skat-Turnier und ein Fest mit Siegerehrungen rundete die Jubiläumswoche ab.
Beliebt sind die seit vielen Jahren jährlich stattfindenden Fußball-Turniere der Fußballabteilung. Diese finden in den Monaten Juni, Juli und August statt. Von den Kleinsten, den Bambinis, bis hin zu den Alt-Herren trifft man sich und macht am Wochenende den jeweiligen Turniersieger mit seinen Gästen aus.
Zum Vereinsleben gehörte auch viele Jahre ein Sportlerball. Dieser fiel aber letztendlich dem Rotstift zum Opfer. Um den Sportbetrieb, besonders für die Jugendlichen, zu gewährleisten, wurde auf die Durchführung dieses Sportlerballs verzichtet. So fand der letzte im Jahre 2001 statt.
Möglichkeiten zur Geselligkeit gibt es aber trotzdem. So finden Fahrradtouren, gemeinsame Wochenendfahrten oder Weihnachtsfeiern statt. Die Abteilungen mit den unterschiedlichsten sportlichen Ambitionen (Frauenturnen, Seniorenturnen, Body-Moving, Jazz-Fresh, Fußball, Tennis, Wandern, Lauftreffe, Tischtennis, Leichtathletik, Kinderturnen, usw.) bieten dazu reichhaltig Gelegenheit.
(Redaktioneller Hinweis: Zur Zeit hat die TuS-Drevenack weit mehr als 1000 Mitglieder.)
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